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Markenprodukt oder nicht?

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Markenbewusstsein immer stärker ausgeprägt, das ist nicht von der Hand zu weisen. An der Frage, ob Marken nun sein müssen oder nicht scheiden sich hingegen die Geister.
Es ist jedoch selbst schon im Kindergarten zu beobachten, daß selbst die kleinsten gewisse Marken bevorzugen, hier haben die Werbestrategen also ganze Arbeit geleistet.

Doch was spricht für oder gegen das Markenprodukt?

Zunächst kann man Markenprodukte grundsätzlich in 3 Bereiche unterteilen:
  • Technische Produkte
  • Modebereich
  • Lebens- und Verbrauchsmittel
Häufig wird ihnen nachgesagt von höherer Qualität zu sein. Je nach Bereich trifft dies mehr oder weniger zu. Allgemein kann man aber sagen, daß mit der Marke auch immer Lebensgefühl verkauft wird. Auch wenn wir spätestens seit dem Marlboromann wissen, daß uns diesbezüglich nur heiße Luft verkauft wird und das "Gekaufte" nie bei uns ankommt.

Technische Produkte

Der Bereich "technische Produkte" ist der, welcher am wenigsten auf Lebensgefühl setzt. Hier werden Technologie und Kundenvorteile in den Fokus gesetzt, oftmals berechtigt, wenngleich die Kundenvorteile teils an den Haaren herbeigezogen scheinen.
Hier gilt es für den Verbraucher abzuwägen, ob der entsprechende Mehrpreis für das Produkt des vermeintlichen Technologieführers mit dem Nutzen in Einklang stehen.
Bei kühler Betrachtung stellt sich all zu oft heraus, daß ein fast vergleichbares Produkt, dem lediglich das neuste Extra fehlt und zum halben Preis zu haben ist, die eigenen Bedürfnisse in gleichem Maße erfüllt.
Sollte man auf das neuste Feature nun garnicht verzichten wollen, könnte die Alternative auch mit dem Kauf zu warten lauten, denn spätestens wenn andere Hersteller die selbe Technologie bieten, werden auch hier die Preise fallen.

Modebereich

Was im Modebereich auffällt, ist der extrem hohe Preis im Vergleich zum Nonameprodukt. So irrwitzig es auch sein mag, gerade der hohe Preis macht den Markenartikel hier so attraktiv. Ein ganz maßgeblicher Zweck den Markenkleidung zu erfüllen hat, ist die Zurschaustellung des eigenen Status, zu zeigen was man sich leisten kann oder zumindest dies vorzugeben.
Für die Marke hingegen spricht oftmals besonderes oder einzigartiges Design. Die großen trendsetzenden Marken beschäftigen hervorragende Designer und Modeschöpfer, deren Arbeit dann von Billigdiscountern nachgeahmt wird.
Und wie Madame de Stael schon sagte: "Eine nachgemachte Kunst gedeiht nie".

Es wird also immer eine Frage des Geschmacks, der eigenen Einstellung und vor allem des eigenen Geldbeutels bleiben, ob man zur Markenmode greift oder nicht. Ganz verteufeln sollte man sie jedoch nicht, obgleich auch weniger teure Kleidung durchaus reizvoll und individuell sein kann. Vielleicht ist hier ein gesunder Mittelweg das richtige, indem man sich im Sommer- oder Winterschlussverkauf das eine oder andere Stück leistet. Oftmals findet man hier auch Sonderangebote, welche chic kleiden und das Portemonnaie nicht allzu sehr strapazieren.

Lebens- und Verbrauchsmittel

In keinem anderen Markenbereich werden uns so oft "des Kaisers neue Kleider" verkauft wie hier, sprich wir kaufen teure Markenprodukte ohne einen greifbaren Vorteil zu erwerben. Selbst mit dem unterschwellig mitverkauften Lebensgefühl hält es sich doch sehr in Grenzen. Wer erfährt schon Lebensgefühl beim Nase putzen, Chips essen oder Bad putzen? Und trotzdem greifen wir zu!
Schmecken die teuren Markenkekse wirklich besser wie günstigen vom Discounter? Stichwort Pepsitest, mit verbundenen Augen stellt man keinen Unterschied fest. Oder sind die Markenprodukte gesünder? Wurden vielleicht bessere Zutaten verwendet? Der Werbung zufolge auf jeden Fall... Zumindest solange bis Stiftung Warentest mal wieder das Gegenteil belegt.

Die Qualität industriell hergestellter Lebensmittel zu beurteilen ist Vertrauenssache und wird von den jeweiligen Marketingabteilungen "erarbeitet". Kostendruck herrscht überall und das oberste Ziel der Konzerne ist stets die Aktionäre glücklich zu sehen. Vielleicht sollte das der Lieblingsmarke entgegengebrachte Vertrauen doch nochmal überdacht werden.

Fazit

Im Bereich Technik kann der Griff zum Markenprodukt durch technische Vorteile oftmals gerechtfertigt sein, wenn auch der tatsächliche Nutzen gelegentlich in Frage zu stellen ist. Im Bereich Mode wird die Markenfrage von der eigenen Lebenseinstellung wie auch dem Geldbeutel beantwortet. Um Geld zu sparen und die Lebensunterhaltskosten zu senken, könnte im Bereich Lebens- und Verbrauchsmittel am ehesten der Rotstift angesetzt werden ohne dabei Lebensqualität einzubüßen.

 

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