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Was bedeutet Dispo Freigrenze?

In letzter Zeit werben Banken vermehrt mit einer Dispo Freigrenze. Hierbei könne gegen Monatsende das Konto ruhig einmal ins Minus rutschen und geringfügige Überziehungen blieben kostenlos, sprich es wird kein Überziehungszins berechnet.

Doch stimmt das wirklich?

Wenn es die Werbung es so behauptet, muss es auch so sein. Aber: Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit und lesen Sie aufmerksam die Vertragsbedingungen des vermeintlichen Sorglospaketes. Wie überall im Leben lauern auch hier gemeine Fallen, darum prüfen Sie zunächst bitte folgendes:

  • Wie hoch ist die Dispo Freigrenze? In der Regel werden hier nur sehr geringe Beträge eingeräumt, 50,- Euro beispielsweise – ein Nasenwasser wie der Schwabe sagen würde.
  • Was passiert wenn Sie tiefer als die angenommenen 50,- Euro ins Minus rutschen? Nehmen wir an durch unglückliche Umstände werden es einmal 60,- Euro. Bezahlen Sie dann Überziehungszins für 10,- Euro (60.- überzogen – 50,- Dispofreigrenze = 10,- Euro)?
    All zu gerne formulieren Banken die Vertragsbedingungen nämlich so, dass das überschreiten der Dispo Freigrenze diese aufhebt und Ihnen dann für die vollen 60,-- Überziehungszinsen berechnet werden.
  • Wie hoch ist der Sollzinssatz Ihres Girokontos ganz allgemein? Denn dies ist der Zinssatz den Sie in den aller meisten Fällen für die Überziehung Ihres Girokontos bezahlen werden!

Ein Schelm wer böses denkt...

doch bei näherer Betrachtung drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei der Dispofreigrenze um eine reine Marketingmaßnahme handelt, deren Ziel es ist möglichst junge Neukunden zur Bank zu locken.

Prüfen Sie die Konditionen ganzheitlich

Das Angebot einer Dispofreigrenze macht eine Bank nicht gut oder schlecht, aber es sagt auch nichts über die Geschäftspraktiken einer Bank aus. Die besonders nette und samariterliche Bank gibt es ohnehin nicht!
Lassen Sie sich von derartigen Werbeversprechen nicht in die Irre führen und prüfen Sie vorallem die Höhe des fälligen Sollzinssatzes im Falle Sie zu Kontoüberziehungen neigen.
Weiter wichtig sind aber auch die Höhe Kontoführungsgebühren und die eventuell anfallenden Kosten für die Bereitstellung einer Kreditkarte.

Eine einfaches und übersichtliches Vergleichsmittel mit Angabe der wichtigsten Eckdaten bietet Ihnen beispielsweise der Vergleichsrechner auf dieser Seite.

Fazit

Gerade diejenigen die sich von derartigen Angeboten angesprochen fühlen oder hier eine Möglichkeit sehen Geld zu sparen sind es, die am Ende drauf bezahlen. Hier werden neue "Überziehungskunden" in die Bank gelockt die dann die meist überdurchschnittlich hohen Zinsen bezahlen, denn all zu schnell ist auch die Dispo Freigrenze überschritten und dann kann es teuer werden. Also Augen auf bei der Wahl Ihrer neuen Bank!

 

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